Seniorensitzungen
Funken ließen Garden, Mäuse und Enten tanzen
Auch in dieser Karnevalssession engagieren sich die Siegburger Funken Blau-Weiss wieder tatkräftig für soziale Zwecke.
So führten sie auch im Zuge der diesjährigen Rathauserstürmung in der Siegburger Innenstadt zunächst ihre traditionellen „Verhaftungen“ für einen guten Zweck durch. Gegen ein kleines "Lösegeld" in die Sammelbüchsen der Blau-Weissen konnte sich jeder Festgenommene sofort wieder "freikaufen". Der Reinerlös dieser gemeinnützigen Straßensammlung ist wie in jedem Jahr satzungsgemäß für einen guten Zweck bestimmt. Der Einsatz für soziale Zwecke gehört für die Blau-Weissen nämlich auf jeden Fall zum Karneval dazu. In diesem Jahr kommen die von den Funken gesammelten „Lösegelder“ den Kinderhäusern Dr. Ehmann und der Pauline in Siegburg zugute.
Im direkten Anschluss an diese vormittägliche Aktion unterstützten die Funken nachmittags dann auch wieder tatkräftig das Seniorenzentrum Siegburg bei der Durchführung der beiden Seniorensitzungen, die parallel in seinen Räumlichkeiten „Am hohen Ufer“ und in seinem Haus in der Heinrichstraße gefeiert wurden. Bei beiden Veranstaltungen, die - lediglich ein wenig zeitversetzt – fast dasselbe ansprechende Programm boten, konnten die Seniorinnen und Senioren ein paar schöne und gesellige Stunden miteinander verbringen und dabei Siegburger Karneval feiern.
Zum Beginn beider Seniorensitzungen marschierten traditionell die Blau-Weissen mit ihrer Funkenjugend ein. Dabei nutzten die mehr als 80 Kinder und Jugendlichen den Weg durch den Saal, um den anwesenden Gästen jeweils ein Röschen zu überreichen. Nachfolgend boten dann sowohl die Funken-„Minis“ als auch die Jugend- und Juniorentanzgruppen zur Freude der bunt kostümierten Gästeschar ihre Tänze dar und wurden dafür mit reichlichem Applaus belohnt.
In der Heinrichstraße trug anschließend Seniorin Gerti Pigulla ihr gleichermaßen humorvolles wie tiefgründiges Gedicht vor und erhielt dafür den begeisterten Beifall ihrer Mitbewohner(innen).
Für weitere hervorragende Unterhaltung in beiden Häusern sorgten auch die „Bottermelech's Jonge“ aus Vilich-Müldorf mit ihrem Mundartgesang zu „Quetsch“ und „Trumm“ sowie als „Eigengewächs“ des Seniorenzentrums Elke Becker als „Miss Caféteria“ mit ihrer gereimten Büttenrede. Können die vorgenannten Darbietungen schon im übertragenen Sinne als „tierisch guter Karneval“ bewertet und zusammengefasst werden, so ist das bezüglich der buchstäblich „tierischen“ Tanzdarbietungen, mit denen Mitarbeiterinnen aus den therapeutischen Diensten beider Häuser „ihre“ Seniorinnen und Senioren begeisterten, schon fast wörtlich zu nehmen.
So tanzten die Mitarbeiterinnen des Hauses „Am hohen Ufer“ zum aktuellen Sessionshit „Karnevalsmaus“ in dazu passenden Kostümen, während in der Heinrichstraße mit viel Spaß und Freude der lustige Ententanz dargeboten wurde.
Selbstverständlich durfte man an diesem Nachmittag auch das Siegburger Kinderprinzenpaar, Prinz Markus III. und Siegburgia Madeleine I., mit ihrem Matrosen-Gefolge sowie natürlich auch das „große“ Prinzenpaar der Stadt Siegburg, Prinz Helmut IV. und Siegburgia Elke I. mit seinen „Jecken vum Rosenhügel“ begrüßen. Im Rahmen ihrer Auftritte wurden in beiden Häusern traditionell die ältesten anwesenden Heimbewohner(innen) geehrt. So erhielten im Altenheim „Am hohen Ufer“ Irmgard Nawotka (95) und Paul Kramer (98) sowie bei der Sitzung des Hauses in der Heinrichstraße Paula Schmitz (100) und Rudolf Korn (94) sowohl Präsente als auch die Prinzenorden der „kleinen“ und „großen“ Siegburger Tollitäten sowie natürlich den in beiden Häusern alljährlich von den Seniorinnen und Senioren handgefertigten eigenen Karnevalsorden.
Mit blau-weißen Tänzen hatten die Sitzungen begonnen und mit blau-weißem Tanz endeten sie auch wieder. Denn bei beiden Sitzungen marschierte schließlich die Traditionstanzgarde aus dem blau-weißen Offizierscorps auf und bildete mit ihrem Auftritt den – im doppelten Sinne - traditionellen Abschluss eines gelungenen geselligen Nachmittags für die Seniorinnen und Senioren.
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Traditionelle Ehrung der ältesten anwesenden Heimbewohner: Auf der Sitzung im Haus in der Heinrichstraße wurden Paula Schmitz (100) und Rudolf Korn (94) geehrt.
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Ebenfalls mit Geschenken bedacht: In den Räumlichkeiten „Am hohen Ufer“ wurden Irmgard Nawotka (95) und Paul Kramer (98) ausgezeichnet.